Unsere Hunde

Camillo ("Stonebiter's Playboy Purston") - Zuchtzulassung, KFT-Champion & VDH-Champion!
Ein "Stonebiter" kommt ins Haus:
Im Februar 2009 fuhren wir nach Lenting nähe Ingolstadt zu Familie Ritter, um uns ihren aktuellen P-Wurf anzuschauen. Wir waren auf der Suche nach einem wesensfesten, temperamentvollen Kerry aus einer liebevollen Aufzucht. Wie wir es erwartet hatten, begrüßten uns nicht nur die Zweibeiner freundlich, sondern auch die Vierbeiner zeigten uns ihre überschwängliche Freude. Von der jungen Hündin Onya bekam ich sogar gleich einen feuchten Schmatz aufgedrückt. Dann wurden wir zu den fünf Wochen alten Welpen geführt, die durch den Trubel wohl gerade aus ihrem Mittagsschlaf gerissen wurden. Schon standen alle wedelnd und fiepsend am Welpengitter um uns zu begrüßen. Nach einer alten Regel, den Welpen zu nehmen, der zuerst auf einen zukommt, müssten man bei Kerrys wohl alle nehmen. Wir wollten definitiv aber nur einen! Es wurde gespielt, geschmust, nach Eigenheiten und Temperament gefragt, um eine Vorauswahl zu treffen. Gar nicht so einfach! Wir entschieden uns für den Racker mit dem hellblauen Halsband. Frau Ritter sagte uns, dass dies Playboy sei, was für ein Name? Nach einem Kaffee mit Kuchen und netter Unterhaltung fuhren wir wieder nach Hause. Im Auto suchten wir schon nach einem neuen Namen, Playboy wollten wir dann doch nicht über das Feld rufen. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für den Namen Camillo.

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Heute haben wir uns für den kleinen Kerl mit blauem Halsband entschieden (Stonebiter's Playboy Purston)   Das sind mein neues Frauchen und ich, die soll ja ganz nett sein!

Am ersten März-Wochenende war es dann soweit, voll ausgerüstet trafen wir wieder in Lenting ein. Die Welpen waren in der Zwischenzeit tüchtig gewachsen und tobten im Garten umher. Camillo war schon reisefähig, die Papiere gerichtet und wir bekamen eine Leine und Futter für die ersten Tage mit. Mit den besten Wünschen verließen wir Ritters, ließen Camillo ein letztes Mal in vertrauter Umgebung Pipi machen und los ging die Fahrt. Mein Mann fuhr, Camillo und ich saßen auf dem Rücksitz. Er in seiner Hundebox mit einem Spielzeug. Wie er wohl die Fahrt überstehen würde? Er war interessiert an seinem Spielzeug und meine Hand stabilisierte und kraulte ihn, bis er dann sogar einschlief. Super, kein Pipi ging in die "Hose" und es wurde ihm auch nicht übel!

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Na, gibt es endlich Futter?   Hier bin ich 9 Wochen alt und halte einen Verdauungsschlaf

Zuhause angekommen, durfte er sein neues Zuhause inspizieren und bekam dann auch sein Futter nach Anleitung der Züchterin. Die ersten Tage, besonders die Nächte, waren spannend und anstrengend zugleich. Immerhin haben wir es geschafft, dass er in seinem Körbchen schläft und nicht im Bett! Ich hatte mir Urlaub genommen, um ihm genügend Aufmerksamkeit schenken zu können und die Stubenreinheit zu beschleunigen. Es wurde viel gespielt, Gassi gegangen, gefressen, geschlafen und ab der 10. Woche besuchten wir dann auch die Welpen-Spielstunde. Gibt es etwas Schöneres als viele süße Hundewelpen auf einem Haufen, die purzeln und rennen? Noch spaßiger sind die Besitzer, jeder stolz auf seinen Kleinen und voll Sorge, ein anderer Welpe könne dem eigenen etwas antun, fast schon wie bei Kindern: meiner konnte schon früh laufen und sprechen und ist höchstbegabt! In der Welpen-Stunde werden u.a. kleine Übungen gemacht, wie den Welpen heranrufen und mit Futter und Spiel bestätigen, durch einen Tunnel oder über eine Flatterplane laufen. Das macht den Hunden viel Spaß und fördert das Mensch-Hund Team.

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Ich muss noch viel schlafen, Hauptsache bequem!   Ich fußle gerne, auch heute noch

Camillo wächst und gedeiht prächtig, auch hat er in kleinen Schritten gelernt, ein paar Stunden alleine zu bleiben ohne zu bellen oder zu heulen, etwas zu zerstören oder eine Pfütze auf den guten Teppich zu machen. Eben ein toller, kleiner Kerl! Nun darf er auch schon öfter mit auf den Hundeplatz zur Agility-Übungsstunde, den Großen zuschauen und auch mal durch einen Tunnel flitzen. Zuhause habe ich ihn auf den Clicker konditioniert, um ihn für Slalom und die Kontaktzonen aufbauen, ebenso kann ich bei der Unterordnung damit sehr gut seine Aufmerksamkeit erhöhen.

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Jetzt bin ich schon 5 Monate und darf beim Agility-Training zuschauen: spannend!   Eine Dose mit Steinchen! Das macht tolle Geräusche und rollen kann ich sie auch.

Mittlerweile ist Camillo schon 1 Jahr alt, er hat sich zu einem bildschönen Hund mit tollem Haar, raumgreifendem Gangwerk und einer wahnsinnigen Halslinie entwickelt, früh beginnt er schon umzufärben. Eigentlich wollten wir nur Hundesport betreiben, aber nun wollten wir ihn auch ausstellen, also schauten wir, an welchem Ort in der Nähe die nächste Terrier-Ausstellung stattfand. Am 1. Mai in Ludwigshafen, sogar auf unserem Hundeplatz in gewohnter Umgebung. Toll! Margit Erhart half mir bei den Vorbereitungen (Schneiden etc.), ich war doch recht aufgeregt, die Ausstellungen mit Benjamin ("Lear zur Saliergruft") lagen schon einige Zeit zurück und ich musste erst wieder meine Erfahrungen sammeln. Die Zeit, die vergeht, bis man aufgerufen wird, scheint ewig, und unser Kerry darf sich nicht mehr strubbelig machen, wird gekämmt und noch ein Zipfel hier und da abgeschnitten. Das erfordert viel Geduld bei Mensch und Tier, dann ist es so weit, wir dürfen unsere Runden vor der Richterin drehen. Genau in diesem Moment macht der Himmel die Schleusen auf und wir werden pudelnass! Pech - ein Kerry mit nassem Haar ist nur noch halb so schön, aber den anderen erging es auch nicht besser. Mit V1 und einer Reserve Anwartschaft, die wir gegen den Champion-Rüden bekamen, verließen wir glücklich den Ring. Diverse Ausstellungen folgten, bis zum Champion Titel und der Zuchtzulassung. Weitere Infos zu: Richterberichten und Ahnentafeln.

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Camillo im Agility-Parcours   Camillo und Kinder, da haben alle Spaß!

Nun durfte unser Kleiner wieder Hund sein, nur "Schön sein" ist auf Dauer auch nichts! Agility machte ihm viel Spaß und das erste Turnier würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Aber zuerst mussten wir die Begleithunde-Prüfungablegen. Wir hatten fleißig geübt, freudig und mit viel Pep folgt er am Fuß, die Sitz-und Platz-Übung werden flott ausgeführt, das "Liegen unter Ablenkung" war auch kein Problem, also ab zur Prüfung! Am 24.10.2010 war es dann so weit, Frauchen war sehr, sehr aufgeregt! Mit guten 55 Punkten bestanden wir als Drittbeste die Prüfung. Die paar Punkte, die uns zu 60 fehlten, fünf an der Zahl, gingen voll auf mein Konto, meinte der Prüfer, ich wäre zu hibbelig, hätte zu früh die Grundstellung verändert… Naja, mein Camillo hat alles perfekt gemacht, nur Frauchen sollte besser noch etwas üben. Als Nächstes wurde die Leistungsurkunde beantragt und unser erstes Turnier gemeldet. Wir gingen in Ludwigshafen im Januar 2011 in der Beginner-Klasse an den Start. In einer Reithalle wurde dieses Turnier bei eisigen Temperaturen ausgetragen, was würde er in dieser Umgebung machen, wo doch alles so interessant riecht? Wir machten uns gut warm, ein paar Aufmerksamkeitsübungen, ein Probesprung im Vorstartbereich und schon wurde unsere Startnummer aufgerufen. Jetzt nur nicht nervös werden, wir werden das Kind schon schaukeln! Den Parcours konnte ich mir gut merken, ist ja bei den Beginnern noch nicht kompliziert, den Richter anschauen, Halsband und Leine ab und los ging es. Bis zum letzten Sprung war es fehlerfrei, jetzt bloß nicht zu früh jubeln, sonst fällt doch noch die letzte Stange, - nein - geschafft, unseren ersten Lauf mit 0 Fehlern heimgebracht. Super!!! Jetzt den Hund mit dem Ball bestätigen, dazu viele Leckerchen, das hat er sich verdient! Den Jumping beendeten wir mit einer Verweigerung, ein Missverständnis, noch fehlende Erfahrung, nicht weiter schlimm!

Es werden hoffentlich noch viele Turniere folgen und wohl auch Fehler, denn eine Disqualifikation ist schneller passiert, als man denkt. Jeder Parcours ist anders und das macht die Faszination von Agility aus!


Warum Camillo? (Stonebiter's Playboy Purston)
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Internationale Ausstellung Ludwigshafen V1 CAC (08 / 2011)   Camillo liegend im Feld (10 / 2011)
  • Er ist ein Champion: dies hat er mit vorzüglichen Bewertungen von vielen Richtern schwarz auf weiß bestätigt bekommen (siehe Richterbewertungen).
  • Die Eleganz und Ausstrahlung, die seines Gleichen sucht, wird durch seinen raumgreifenden und kraftvollen Gang noch unterstrichen.
  • Das seidige Haar hat eine ideale Färbung von Stahlblau.
  • Er hat Nerven aus Stahl, sei es an Sylvester, bei Gewitter oder unter tobenden Kindern. Sozusagen die Ruhe in Person!
  • Sein Temperament lebt er voll beim Hundesport aus; bereits mit zwei Jahren qualifizierte er sich mit 3 fehlerfreien Läufen im Agility für die Klasse A2 und mit nur 5 fehlerfreien Läufen für die A3. Die Begleithundeprüfung bestand er mit Bravour.
  • Er hat ein freundliches Wesen und lässt sich von anderen Hunden nicht provozieren.


Protokoll zur Zuchtzulassung, Ahnentafeln und Richterberichte:
Protokoll zur Zuchtzulassung   pdf_button   (1,28 MB)

Ahnentafel Camillo   pdf_button   (1,7 MB)
Ahnentafel Mutter   pdf_button   (1,5 MB)
Ahnentafel Vater   pdf_button   (1,4 MB)

Richterbericht - Ludwigshafen (05/2010)   pdf_button   (1,0 MB)
Richterbericht - Einhausen (06/2010)   pdf_button   (0,9 MB)
Richterbericht - Reinheim (06/2011)   pdf_button   (1,0 MB)
Richterbericht - Ludwigshafen (08/2011)   pdf_button   (0,9 MB)
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Balou ("Grando Balou zur Saliergruft"):
unsere-hunde01_balou_im_gras unsere-hunde02_balou_2008_hedessheim_A3_2_platz unsere-hunde03_balou_2005_spiekeroog_beim_frisbee_spielen unsere-hunde04_balou_in_der_wieseJa, für uns war Balou der ideale Hund. Er hatte alles, was wir von einem treuen Vierbeiner wünschten und erhofften. Mit 8 Wochen kam er zu uns und fühlte sich gleich pudel-, Entschuldigung, terrierwohl. Er wurde schnell stubenrein und lernte bald kurze Zeit alleine zu Hause zu bleiben. Der Welpentreff machte ihm viel Spaß und sein daraus erlerntes Sozialverhalten war ein Leben lang vorbildlich, er ging jedem Streit aus dem Weg, ganz cool! Die Begleithundeprüfung war unser erstes Ziel, mit 20 Monaten haben wir mit 59 von maximal 60 Punkten als Beste die Prüfung bestanden. Aufmerksam und voller Eifer zeigte er dem Prüfer das Erlernte.

Ein so temperamentvoller und lernfreudiger Hund wie Balou war wie geschaffen für den Hundesport. Erst entschieden wir uns für Turnierhundesport, dann wurde Agility bei uns im Verein angeboten und Balou und ich fanden darin unsere wahre Leidenschaft! Wir haben viele Turniere bestritten und viele Erfolge gefeiert, bis hin zur höchsten Leistungsstufe, der A3 und mehrere Kreisgruppenmeistertitel.

Neben der sportlichen gab es da noch seine private Seite: er passte sich an unser Leben an, ruhig zu Hause, aber immer mit dabei, wenn es um Aktion, Spielen oder in den Urlaub fahren ging. Als Erster im Auto und als Letzter wieder raus, auch wenn es lange Reisen, wie in die Bretagne oder nach Schweden waren. Er machte alles mit, Bahnreisen, Schiff fahren, mit der Gondel und sogar mit dem Sessellift auf den Berg hinauf, Balou war immer mit dabei! Aber seine größte Leidenschaft war es, am Strand der Frisbee-Scheibe nachzujagen, davon konnte er nie genug bekommen.

Nachwuchs im Freundeskreis, Balou hatte viel Geduld mit den krabbelnden, unbeholfenen Babys. Später waren es heißbegehrte Spielkameraden. Durch ihn wurden sie zu Hundefreunden, und es ging eine Welt für sie unter, als sie von seinem Tod erfuhren.

Seine gute Erziehung machte ihn zum Vorbild und Vorzeigehund. Mit 9 Jahren wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert und dieser war leider unheilbar! Diese Nachricht traf uns wie ein Schlag!

Uns blieb nur noch übrig ihm seine ausstehende Zeit so schön wie möglich zu gestalten. Es war uns klar, dass wir ihn erlösen würden, sobald er stark leiden sollte. Dieser Tag kam schneller als gewünscht!



Benjamin ("Lear zur Saliergruft"):
Unser erster Kerry Blue Terrier hatte den Namen "Lear zur Saliergruft". Wir nannten ihn einfach Benjamin, da er der Jüngste unserer Familie war.

Folgende Titel konnte er erzielen:
  • KFT Jugend Champion
  • KFT Champion
  • Deutscher Champion
  • Internationaler Champion
  • BH Prüfung
  • SchH I Prüfung
  • Agility 3

Als ich zum ersten Mal einen Kerry sah, hatten wir zuhause bereits einen Basset Hound. Der Basset war tapsig und ruhig, während der junge Kerry von Frau Ehrhart temperamentvoll war. Mit seinem schwarzen, seidigen Haar eroberte er das Herz der ganzen Familie. Er beeindruckte uns derart, dass wir zwei Jahre später, als unser Basset gestorben war, Kontakt mit der Züchterin Frau Ehrhart aufnahmen und sehr schnell unseren Benjamin mit nach Hause nehmen konnten. Er war der schönste Kerry aus dem Wurf und sollte deshalb ausgestellt werden. Frau Erhart war uns bei den Ausstellungen immer behilflich und bald folgte ein V dem anderen. Es schien, als wollte er im Ring sagen: "Schaut her, ich bin der Schönste von allen!" Stahlblau seidiges Haar, raumgreifendes Gangwerk, ein Champion eben. Als hochdekorierter Hund war er danach auch als Deckrüde gefragt, was etliche schöne, wesensfeste Welpen zur Folge hatte.

Parallel zur Ausstellungskarriere ging ich mit Benjamin in Ludwigshafen auf den Hundeplatz, denn auch ein schöner Hund sollte erzogen sein. Daraus wurde mehr: Lesen Sie gerne weiter unter: Beim Sport.

Leider wurde er nur 13 Jahre alt. Sein Tod hinterließ ein großes Loch bei uns allen. Zu diesem Zeitpunkt wollte mein Vater erst einmal keinen Hund mehr und ich konnte aufgrund meiner Arbeit keinen eigenen Hund halten. Aber eines stand fest, falls es mal soweit sein sollte: Es kann nur ein Kerry Blue Terrier sein!

Aktuelles

25.01.2019
Kerry-Treffen 2019 - Einladung
Einladung zum Kerry-Treffen 2019, am 22. September 2019, in Ludwigshafen am Rhein. Für alle Kerry Blue Terrier Freunde, nähere Informationen folgen.
 
29.11.2018
Mantrail-Workshop 2018
Am 13. und 14. Oktober trafen wir uns zum 2. Intensiv-wochenende zum Thema Mantrailing. Neun Terrier im Alter von 8 Monaten bis 15 Jahren nahmen daran teil.
 
29.07.2018
Familienzuwachs
Heute möchte ich Euch unser neues Familienmitglied, Oscar, vorstellen. Er wurde am 13.02.18 bei Betty Heider unter dem Zwingernamen "Nordic Blue Friendship Dublin" geboren.